Wie ich zum Cursillo kam

Meine Name ist Yvonne Z., und ich bin 1973 in Mittersendling geboren und aufgewachsen. Mein
Vater war evangelisch und meine Mutter erzog mich katholisch. Ich ging in den katholischen Kindergarten, über den meine Mutter Bärbel kennenlernte. Bärbel begeisterte meine Mutter dazu, den Cursillo zu machen.
Damals leiteten Pater Friedhelm und Pater Caspar den Cursillo in München. Heute noch erzählt
mein inzwischen atheistischer Vater, wie positiv aufgeladen und glücklich meine Mutter aus dem
Cursillo kam. Bald danach nahmen meine Eltern zweimal an einem Meditationskurs mit Pater
Caspar teil. Das Meditieren hat meinem Vater sehr gut gefallen. Davon schwärmt er noch heute.
Wann genau ich meinen Cursillo gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Es muss so Anfang der 90iger Jahre gewesen sein. Es war im Schloß Fürstenried. Pater Friedhelm und Pater Bernhard haben den Cursillo geleitet. Ich habe die Tage genossen, aber es war bei mir nicht das Erlebnis wie bei manchen, die zum ersten Mal von Jesu frohmachender und befreiender Botschaft hörten.
Nach meinem Cursillo gingen meine Mutter und ich fast jeden Monat zu den Ultreyas in
St.Heinrich im Westpark. Wir taten das auch als wir nach Taufkirchen umgezogen waren.
Viele Jahre fand es im Keller des alten Pfarrheims von St. Heinrich statt. Was mir auch gefiehl, war das nette Beisammensein nach der Hl. Messe bei Brot und Wein. Irgendwann wurde ein neuer
Pfarrsaal in St. Heinrich gebaut und wir konnten ab dann in einem lichtdurchfluteten Saal die Hl. Messe feiern. Das war dann noch schöner.
Ich liebte die Predigten von Pater Friedhelm und Pater Bernhard. Ich ging jedes Mal reich beschenkt nach Hause. Auch die Zeugnisse seiner Mitarbeiter*innen halfen mir im Glauben zu wachsen. Ein Gebet von Pater Friedhelm werde ich nie vergessen. Dieses hatte ihm ein Tlapaneco-Indianer gesagt: „Gehe behutsam, denn wo Du gehst, geht Gott der Herr!“
Was ich auch sehr schön fand, war, wenn Pater Friedhelm das Evangelium sang und sich selbst mit der Gitarre begleitete.
Mit dem Weggang von Pater Friedhelm gingen meine Mutter und ich nicht mehr zu den Ultreyas in St. Heinrich. Unser Glaubensleben fand nur mehr in unserer Kirchengemeinde statt.
Doch mir fehlte etwas.
Im November 2019 fand ich zurück zum Cursillo. Ich meldete mich zu einem
Besinnungswochenende Anfang Dezember an und ließ es unvoreingenommen auf mich zu
kommen. Bevor es richtig los ging, hatte ich schon Anschluss gefunden, obwohl ich kaum Gesichter kannte. Das Wochenende sprach mich von vielen Seiten an. Wir tanzten einen Kreistanz, wir bastelten unsere Hirten, wir näherten uns einer Bibelstelle durch Bibliolog und wir konnten Pater Thomas lauschen, wie er sang und sich mit seinem Instrument begleitete. Ich kehrte voller Freude von dem gelungenen Besinnungswochenende in meinen Alltag zurück.
Auf diesem Besinnungswochenende lernte ich Christa kennen. Sie ist mir eine gute Freundin
geworden. Über sie bin ich heute bei fast jeder Lectio Divina und jeder Ultreya über Zoom dabei.
Dank sei Gott und Euch allen!

Eins möchte ich noch mit Euch teilen:
Meine Erfahrung der letzten 30 Jahre ist, dass Gott in allen Situationen (bei freudigen als auch bei
schweren) mich wie ein Kind an seiner Hand durchs Leben begleitet. Selbst bei Problemen, die für
mich unlösbar und ausweglos erschienen, hatte Gott eine gute Lösung für mich parat.
Er, der liebevolle Gott, ist immer bei uns, was auch kommen mag!

Yvonne Z.

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